Die Serienbildfunktion – eine für alles

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Das gelbe Trikot

Die Standardeinstellung der Kamera ist die Einzelbildaufnahme. Das ist durchaus nicht unvernünftig, da die meisten Aufnahmen sicherlich statische Motive zeigen. Da ist eine Serienbildfrequenz von 6, 10 oder noch mehr Bildern pro Sekunde schlicht nicht notwendig. Trotzdem ist bei unseren Kameras permanent die Serienbildfunktion aktiviert. Wir nutzen sie einfach für alles.

Warum wir die Serienbildfunktion immer nutzen

Wir fotografieren, wie vermutlich die Mehrzahl aller Fotografen, hauptsächlich statische Motive, vor allem Landschaft, Architektur und Stillife. Daher scheint es zunächst widersinnig, die Serienbildfunktion ständig zu nutzen. Es gibt jedoch aus unserer Sicht zwei Gründe, es dennoch zu tun:

  • Keine Chancen verpassen
    Es passiert gar nicht so selten, dass sich beim Fotografieren in der Stadt oder in der Natur plötzliche Motive bieten, bei denen man mit der Serienbildfunktion eine höhere Wahrscheinlichkeit auf gelungene Fotos hat als mit der Einzelbildfunktion. Wer in solchen Situationen die Kamera erst umschalten muss, verliert wertvolle Zeit. Selbst wenn man seine Kamera gut beherrscht, benötigt man dafür ein paar Sekunden. Bei bereits aktivierter Serienbildfunktion kann man „einfach draufhalten“.
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  • Bequemlichkeit
    Wir empfinden es als lästig, wenn man die Kamera häufig umkonfigurieren muss. Daher nutzen wir gerne eine Standardkonfiguration für alle möglichen Situationen. Bei der Nutzung der Serienbildfunktion hat das den Vorteil, dass man beim Wechsel von statischen zu beweglichen Motiven nicht vergessen kann, die Kamera umzuschalten und damit, siehe oben, womöglich spannende Motive verpasst.

Der Nachteil der Serienbildfunktion

Wie immer gibt es natürlich auch Nachteile, wenn man die Serienbildfunktion ständig aktiviert hat. Es passiert logischerweise ganz leicht, dass man beim Druck auf den Auslöser mehr als eine Aufnahme macht. Das ist schließlich die Idee der Serienbildfunktion. Wenn die Kamera jedoch eine Serienbildfrequenz von maximal 6 oder 8 Bildern pro Sekunde hat, kann man mit ein wenig Übung auch in dieser Betriebsart problemlos Einzelbilder fotografieren. Bei höheren Frequenzen wird das allerdings zunehmend schwieriger. Man muss dann in Kauf nehmen, dass hin und wieder unnötigerweise zwei oder drei Aufnahmen desselben Motivs auf der Speicherkarte landen. Für uns ist das jedoch kein wirkliches Problem, denn die Speicherkapazitäten der modernen Karten sind mittlerweile so groß, dass man die eine oder andere überflüssige Aufnahme verschmerzen kann.

Noch ein Tipp

Die Serienbildfunktion ist auch hilfreich, wenn sich die Belichtungszeiten gefährlich der Verwacklungsgrenze nähern und man kein Stativ hat oder die ISO-Zahl bereits unschön hoch ist. In solchen Fällen hilft möglicherweise folgende Maßnahme:

  1. Kamera auf Serienbildfunktion stellen
  2. Einatmen
  3. Ausatmen
  4. Nicht mehr atmen
  5. Auslöser durchdrücken und die Kamera losrattern lassen

In den meisten Fällen ist die dritte oder vierte Aufnahme aus der Serie die am wenigsten verwackelte. Diese Methode ist keine Garantie für verwacklungsfreie Aufnahmen, erhöht aber die Chancen darauf. Ich habe schon Aufnahmen mit 1/8 Sekunde aus der Hand mit befriedigender Schärfe gemacht.

Ach ja, weiteratmen nicht vergessen …

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