Die richtige Reiseausrüstung

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The village of Moustiers-Sainte-Marie, Provence, France

Viele (Hobby-) Fotografen machen einen Großteil ihrer Aufnahmen auf Reisen im Urlaub. Daher werden wir häufig in unseren Kursen gefragt, welche Ausrüstung man dabei haben sollte. Das ist natürlich nicht so einfach zu beantworten. Die meisten Leute möchten unterwegs nicht zu viel Kameraausrüstung mit sich herumtragen, was wir natürlich gut verstehen können. Daher hier ein paar Gedanken zur „richtigen“ Ausrüstung.

Urlaub oder Reisefotografie?

Prinzipiell sollte man für sich die Frage erst einmal beantworten: will ich Urlaub machen und hin und wieder einen Schnappschuss für das Fotobuch machen, oder möchte ich wirklich bewusst im Urlaub fotografieren? Was für eine Art Urlaub mache ich: Trekking oder Wandern im Gebirge, oder eher ein Sightseeing-Urlaub? Wenn Sie nur den einen oder anderen Schnappschuss machen möchten, reicht möglicherweise das Handy aus. Dasselbe gilt für einen Trekking- oder Wanderurlaub. Niemand möchte sich mit Kameraequipment die Berge hochquälen.

Rainer mit Kamera

Wenn Sie jedoch bewusst fotografieren möchten – vielleicht auch, weil die Reise eine „Once-in-a-lifetime-Reise“ ist – möchten Sie vielleicht doch etwas mehr mitnehmen. Viele Teilnehmer fragen uns dann nach dem optimalen Reiseobjektiv – also am besten mit einem Brennweitenbereich von 24 – 400 mm, so dass man nur ein Objektiv und ein Kameragehäuse mitnehmen muss. Aktuelle Bridgekameras überbieten diesen Brennweitenbereich übrigens ganz locker. Die neue Nikon Coolpix P1000 schafft schlappe 24 – 3000 mm …

Dabei sollte man aber berücksichtigen, dass ein Objektiv oder ein Gehäuse auch mal kaputt gehen können. Bei uns geht im Durchschnitt auf jeder dritten Reise etwas kaputt – wir wissen bloß nie genau, wann die dritte Reise ist … Wir erinnern uns an eine Reise, bei der zwei Objektive und eine Kamera in der ersten Woche den Geist aufgegeben haben (diese eine Reise zählt in der Statistik also wie drei Reisen). Das ist natürlich kein Problem, wenn man in New York City oder London ist. Es ist zwar ärgerlich, aber man geht einfach in das nächste Fotogeschäft. Wenn man aber auf Safari in Afrika oder in der unberührten Natur in Neuseeland unterwegs ist, stellt das schon ein größeres Problem dar. Dort benötigt man im Zweifelsfall zwei oder drei Tage Fahrzeit, um ein Fotogeschäft zu finden. Daher ist unser Ratschlag immer: Verlassen Sie sich nicht auf ein Objektiv. Nehmen Sie lieber zwei Objektive mit unterschiedlichen Brennweitenbereichen mit. Falls ein Objektiv kaputt gehen sollte, haben Sie immerhin noch ein zweites. Außerdem sollten Sie überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, auch ein zweites Kameragehäuse mitzunehmen. Das kann gerne das Einsteigermodell Ihres Kameraherstellers sein, gebraucht oder vielleicht einfach nur von Freunden ausgeliehen. So sind Sie dann aber auf der sicheren Seite.

Objektiv Totalschaden

Stativ & Co.

Das Thema Stativ muss natürlich jeder für sich beantworten. Wir haben immer ein Stativ dabei (im aufgegebenen Gepäck wenn wir fliegen, oder einfach in den Wagen geworfen wenn wir mit dem Auto unterwegs sind). So sind wir auf jeden Fall ausgestattet falls wir doch in der Dämmerung fotografieren wollen. Und das wollen wir ziemlich oft.Brügge

Über Ersatzakkus, Ladegerät und reichlich Speicherkarten müssen wir sicherlich gar nicht reden. Was uns zum Thema Datensicherung auf Reisen bringt. Dank günstiger Preise für Speicherkarten kann man sich das Leben in dieser Hinsicht glücklicherweise recht einfach machen. Man nimmt einfach die doppelte Menge an Speicherkarten mit, als man glaubt zu benötigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Speicherkarte vollständig unlesbar wird, ist relativ gering (uns ist es bisher noch nie passiert). Aus unserer Sicht kann man mit diesem Risiko leben. Wer jedoch sehr vorsichtig ist, sollte dann doch einen Laptop und eine kleine USB-Festplatte für die doppelte Speicherung der Bilder mitnehmen.

Was sonst noch?

Ein Blasebalg und ein Mikrofasertuch für die Reinigung von Kamera(s) und Objektiv(en) gehört natürlich immer ins Fotogepäck. Außerdem Plastiktüten für Regentage und ein großer Müllbeutel für die Einsätze im nassen Gras. Und nicht zu vergessen Klebeband. Außerdem ganz wichtig: Eine Taschenlampe für Aufnahmen in der Dämmerung. Ansonsten kann die Bedienung der Kamera im wahrsten Sinne des Wortes zum Blindflug werden.

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