Die 50 mm Challenge – Teil 3: Persönliche Beobachtungen

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Blaue Sprossen und Lichter

In den beiden letzte Beiträgen haben wir von unseren Erfahrungen mit dem 50 mm Objektiv berichtet. Im dritten und letzten Teil dieser Miniserie geht es um die entstandenen Fotos und um die Frage, ob und wenn ja, wie sie sich von unseren anderen Bildern unterscheiden. Denn schließlich geht es letztlich um die Ergebnisse, wenn man sich einer Herausforderung stellt.

Experimentierfreude

Vielleicht die wichtigste Beobachtung, die wir durch die Beschränkung auf eine Brennweite gemacht haben, ist die verstärkte Neigung zu ungewöhnlichen Motiven und experimentelleren Aufnahmen. Wir denken, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt. Wenn man nicht mehr einfach am Zoomring drehen kann, ist die Herangehensweise an ein Motiv im wörtlichen Sinn anders. Man geht näher heran (oder auch weiter weg). Vor allem aber bemüht man sich mehr um ungewöhnliche Bildausschnitte und Kompositionen, da die anderen Möglichkeiten der Abbildung eingeschränkt sind.

Schattenspiel

Aber könnte man sich nicht auch mit einer ganzen Bandbreite von Brennweiten um ungewöhnliche Bildausschnitte und Kompositionen bemühen? Na klar, aber die Bequemlichkeit des Zooms scheint dem ein wenig zuwider zu laufen. Aber in Zukunft werden wir uns mehr bemühen. Auch mit Zoom. Versprochen.

Details, Details, Details …

Wir fotografieren traditionell viele Details. Details gehen immer, bei jedem Wetter, bei jedem Licht, zu jeder Zeit. Mit dem 50er haben wir nun aber noch mehr Details fotografiert als sonst. Offenbar hat die feste Brennweite eine bereits vorhandene Tendenz verstärkt.

Farbiges Licht

Man kann schon ahnen, was passieren würde, wenn wir nur das 100er Makro mitnehmen würden …

 

Schräge Vögel

Ein interessante Beobachtung sind die überproportional vielen Aufnahmen, bei dem das Motiv irgendwie diagonal oder sonstwie schräg ins Bild gesetzt wurden.

Kirche in Sarlat, Frankreich

Warum diese ungewöhnliche Häufung von schrägen Vögeln auftaucht, ist uns bisher nicht klar. Wenn Ihr eine Hypothese dazu habt, dann scheut euch nicht, sie in die Kommentare zu schreiben.

Hochformate

In unserem Gesamtarchiv sind etwa 1/3 aller Bilder im Hochformat. Bei unserer Frankreichreise mit dem 50er stieg der Anteil der Hochformate jedoch auf über 40 Prozent. Auch dieses Phänomen ist uns unklar.

Innenraum einer Kirche

 

Fazit

Die Beschränkung auf das kleine, leichte 50er war nicht nur bequem, es hat vor allem auch zu veränderten Sichtweisen geführt (nicht immer, aber oft). Nun ja, es heißt ja immer „weniger ist mehr“. Vielleicht machen wir das mal wieder. Dann aber mit einer anderen Brennweite.

Was bisher geschah:

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