Die 50 mm Challenge – Teil 2: Was haben wir vermisst?

bisher Keine Kommentare

Motel Montreal

Drei Wochen nur mit dem 50er, das war die Herausforderung, der wir uns bei unserer letzten Frankreichreise gestellt haben. In der letzten Woche haben wir von unseren positiven Erfahrungen berichtet. In dieser Woche geht es darum, was wir durch die Beschränkung auf eine einzige Brennweite vermisst haben.

Also, was haben wir vermisst?

Eigentlich eine ziemlich überflüssige Frage. Natürlich haben wir andere Brennweiten vermisst. Es wäre unredlich, zu behaupten, wir hätten nicht wenigstens ab und zu gerne eine kürzere oder längere Brennweite gehabt. Aber das ist überraschend selten der Fall gewesen. Und wenn, dann wäre die Wunschbrennweite für das jeweilige Motiv eher im extremen Bereich anzusiedeln gewesen. Will heißen: Wir hatten eher das Bedürfniss nach 200 mm Brennweite als nach 70 mm. Oder eher nach 16 mm als nach 35 mm. Diese Erkenntnis kam für uns dann doch überraschend. Denn es bedeutet, dass uns ein typisches Brot- und Butterobjektiv wie etwa das 24 – 105 mm offenbar gar nicht so viel mehr an visuellen Möglichkeiten geboten hätte, wie wir vorher angenommen hatten.

Allerdings deckt sich diese Erkenntnis mit der Erfahrung, dass Zoomobjektive sehr häufig bei der jeweils kürzesten oder längsten Brennweite eingesetzt werden. Die mittleren Brennweiten kommen dagegen vergleichsweise selten zum Einsatz. Wenn man nicht ständig das Objektiv wechseln müsste, wären also Festbrennweiten für viele Fotografen eine gute Alternative zum Zoom.

Dass wir die moderaten Tele- und WW-Brennweite nicht wirklich vermisst haben, liegt sicher auch daran, dass man durch eine leichte Abstandsänderung zum Motiv den Bildausschnitt variieren kann, ohne die Perspektive und die räumlichen Relationen der Motivteile zueinander zu stark zu verändern. Die ursprüngliche Bildidee bleibt dadurch weitgehend erhalten.

Das vorläufige Fazit der 50 mm Challenge ist also überwiegend positiv.

Was wir sonst noch vermisst haben

Wie in Teil 1 schon kurz angedeutet, haben wir auch den Batteriehandgriff zuhause gelassen. Ergo: kein Hochformatauslöser. Und den haben wir wirklich vermisst. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, die mit der 50 mm Challenge rein weg gar nichts zu tun hat..

Nächste Woche berichten wir dann noch über ein paar (eigentümliche) Beobachtungen beim Fotografieren mit dem 50er.

Was bisher geschah:

Fortsetzung folgt:

Verfolgen Rainer Hoffmann:

Letzte Einträge von

Deine Gedanken zu diesem Thema