Raus aus der Komfortzone

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Fussball

Ich verstehe von Fußball ungefähr so viel wie vom Häkeln. Nämlich nichts. Konsequenterweise hatte ich also auch nie beim Fußball fotografiert. Bei der Arbeit am Kapitel „Sportfotografie“ für unser Einsteigerbuch fehlten dann natürlich entsprechende Fotos. Und in einem deutschen Buch geht beim Thema Sport natürlich nichts ohne Fußball. Absolut undenkbar.

Was tun?

Es half also nichts, Fußballbilder mussten her. Unser örtlicher Verein, der SV Heiligenfelde, spielt in der Bezirksliga (vielleicht kann mir jemand erklären, wo ich das einordnen muss … ) und daher suchte ich mir ein Heimspiel aus. Das Wetter war gut und so zog ich los ohne zu wissen, was auf mich zukam. Wie gesagt, null Ahnung, aber davon eine ganze Menge. Na gut, ich wusste, dass 22 Spieler und ein Ball involviert waren. Und dass das Runde ins Eckige muss. Und ich hatte eine wage Idee, dass ich wohl eher die langen Brennweiten benötigen würde.  Immerhin. Das würde dann wohl eine völlig neue Erfahrung für mich werden.

Mit den Brennweiten lag ich mehr oder weniger richtig. Selbst so ein Dorffußballfeld ist vergleichsweise groß (ja, ja, die Fußballfans unter euch wussten das natürlich, aber ich hatte halt noch nie ein Spiel live gesehen …). Allerdings kamen mir die Spieler teilweise so bedrohlich nahe, dass die Naheinstellgrenze des 500er unterschritten wurde. Gut, dass ich das zweite Gehäuse mit einem 70 – 200 mm aufmunitioniert hatte. Damit war ich dann wirklich für alles gerüstet.

Wenn man allerdings keine Ahnung vom Spiel hat, dann lässt sich nur ganz schwer vorhersagen, was im nächsten Moment wohl passieren wird. Entsprechend unvorbereitet war ich, wenn dann plötzlich etwas Spannendes passierte. Und entsprechend schlecht war die fotografische Ausbeute. Meistens war ich einfach zu spät dran. Dann, wenn der Ball schon längst nicht mehr im Bild war. Und Fußballfotos ohne Ball sind nicht so wirklich prickelnd. Außerdem waren immer so viele Leute auf dem Spielfeld, dass ich mich kaum entscheiden konnte, wohin ich die Kamera richten sollte. Nach neunzig Minuten hatte ich dann aber doch ein paar brauchbare Bilder auf der Karte. Jedenfalls genug für das Sportkapitel.

Hier noch zwei Beispiele:

Fußball

Torwart

Fazit

Das war eine ganz neue Erfahrung und eine echte Herausforderung. Aber es hat Spaß gemacht. Vielleicht gehe ich nochmal zu einem Heimspiel. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, was all die Leute auf dem Spielfeld eigentlich machen.

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