Wasserwaage? Ich bin doch kein Maurer

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elektronische Wasserwaage

Sicher kennt ihr das: Da macht man ein Foto aus der Hand und der Horizont ist schief. Nicht richtig schief, sondern nur so ein bisschen schief. Gerade so, dass es wie ein Unfall aussieht. Bei mir hängt der Horizont im langjährigen Mittel um 1,4 Grad nach rechts unten. Und selbst wenn die Kamera auf dem Stativ steht, gelingt es mir durchaus nicht immer, die Kamera genau waagerecht auszurichten.

Die elektronische Wasserwage

Das Problem mit dem Horizont haben die Kamerahersteller natürlich erkannt und haben deshalb ihren Kameras eine elektronische Wasserwaage spendiert. Und so eine elektronische Wasserwage ist natürlich viel praktischer, als diese kleinen Wasserwaagen, die man in den Blitzschuh der Kamera steckt. Die sind so klein, dass sie irgendwo im Rucksack verschwinden und früher oder später ganz verloren gehen. Die elektronische Wasserwaage ist da ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung.

Und der praktische Nutzen?

Begrenzt, würde ich sagen.

Bei meiner antiquierten DSLR funktioniert die Wasserwaage nur im Live-View-Modus. Den nutze ich aber nur im Notfall, denn mit der Kamera am ausgestrekten Arm kann ich einfach nicht fotografieren. Ich sehe einfach nicht, was ich da genau tue (nein, das liegt nicht an meiner Fehlsichtigkeit!). Aber darüberhinaus wackelt die Wasserwaage beim fotografieren aus der Hand wie ein Lämmerschwanz hin und her. Ist ja eigentlich auch klar. Wer hält schon die Kamera absolut ruhig. In diesem Fall ist die elektronische Wasserwaage zumindest für mich keine Hilfe.

Bleibt der Einsatz der Wasserwaage in Kombination mit dem Stativ. Das geht eindeutig besser. Aber trotzdem sind zumindest meine Fotos auch dann sehr oft nicht wirklich waagerecht ausgerichtet. Na nu? Ein Blick ins Handbuch der Kamera verrät den Grund: Die Genauigkeit der elektronischen Wasserwaage ist etwa +/- 1 Grad. Pfffft. Da liege ich mit meinen 1,4 Grad aus freier Hand auch nicht viel schlechter.

Fazit

Ich nutze die elektronische Wasserwaage nie. Ich finde es viel einfacher und schneller, einen schiefen Horizont in Lightroom zu korriegieren. Das geht ruck zuck und sehr präzise.

Oder ich lasse den schrägen Vogel raushängen und fotografiere total schief. Künstler dürfen das!

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