Ein Hoch auf Testberichte

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Ich lese ja so ziemlich alles auf dem Zeitschriftenmarkt – also alles zum Thema Fotografie, um genau zu sein. Besonders gerne lese ich Testberichte. Am liebsten die mit einer Bestenliste. Ein „Hoch“ dem Redakteur, der die Testberichte erfunden hat. Was würden Hobbyfotografen nur ohne Testberichte tun? Nie, aber auch nie, wären sie sicher, die richtige, eben „die beste“ Kamera oder das beste Objektiv erstanden zu haben. Und diese Ungewissheit kann einem ja den Schlaf rauben. Das kennt ja jeder, oder?

Warum ich Testberichte liebe

Ohne Testberichte, ganz gleich ob in Zeitschriften oder im Internet, würde mir jegliche Orientierung fehlen. Jeden Monat kommen ja neue Kameras und Objektive auf den Markt. Und die Hersteller behaupten natürlich, dass das neue Modell viiiel besser ist als das Vorgängermodell. Behaupten kann das ja jeder, aber stimmt das überhaupt? Ich bin ja von Natur aus skeptisch. Und da kommen die Testberichte ins Spiel. Noch bevor die neue Kamera beim Händler im Laden steht, hat sie schon irgendjemand getestet. Sehr praktisch. So kauft man keine Katze im Sack. Denn schließlich will man ja immer das neueste Modell des Herstellers seines Vertrauens nutzen. Die alte kann man ja auf ebay verticken. Wenn sie denn noch jemand haben will. Aber ich schweife ab.

Auf jeden Fall beantwortet mir der Testbericht die Frage, ob denn das neue Modell wirklich besser ist. Die Antwort lautet natürlich immer: Ja!

Ist doch logisch, oder? Schließlich hat die neue Kamera mehr Pixel, einen schnelleren Autofokus, die neue Motivklingel Mark II und, endlich, endlich, eine integrierte Kaffeemaschine. Das ist genau das, was ich immer vermisst habe an meiner alten Gurke. Also ist ein Neukauf auf jeden Fall gerechtfertigt. Puh, Glück gehabt. Gar nicht auszudenken, wenn der Testbericht nicht so positiv ausgefallen wäre. Da wäre das Geld womöglich auf dem Konto geblieben und das ist ja gesamtwirtschaftlich betrachtet gar nicht wünschenswert.

Ach ja, andere Akkus hat die Neue auch. Na gut, da können die alten auf den Sondermüll.

Testberichte sind immer ausgewogen und neutral

Böse Zungen behaupten ja, man solle sich immer anschauen, welche Firmen die fetten Anzeigen in den Zeitschriften schalten. Also die auf der zweiten, dritten oder vierten Umschlagseite. Die, die richtig Geld kosten. Dann würde man die Testberichte mit ganz anderen Augen sehen.

Ich halte das für Verleumdung!

Was haben denn die Zeitschriften davon? Und überhaupt schneiden die neuen Modelle in allen Zeitschriften besser ab als die alten. Na also!

Allerdings…

Was ist, wenn die neue Olypanakon schlechter abschneidet als die neue Casonyflex? Wo ich doch einen ganzen Sack voller Olypanakon Objektive habe. Von Blitzgeräten und anderem Zubehör ganz zu schweigen. Oh, oh…

Vielleicht sollte ich einen Systemwechsel in Betracht ziehen. Schließlich möchte ich nicht mit der zweitbesten Kamera arbeiten.

 

Ihre

Louise von Tharau

P.S.: Sie können natürlich gerne Kommentare abgeben, aber meine Meinung ist die einzig richtige!

 

Disclaimer: Die Artikel in der Rubrik „Louises Welt – Abgewatschelt“ stellen nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion dar

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