Tansania und die Grzimeks

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Grab von Michael und Bernhard Grzimek

Wir nicht mehr ganz so jungen Leute erinnern uns ja noch an Profesor Bernhard Grzimek und seine Sendung „Ein Platz für Tiere“ und natürlich an den Film „Serengeti darf nicht sterben“, der ja sogar einen Oskar bekommen hat. Mit der Steinlaus hat Loriot dem Zoologen schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Grizmek war also in Deutschland durchaus eine Berühmtheit.

Warum man keine Eulen nach Athen tragen sollte…

Wir fühlten uns schon so ein klein wenig wie Grzimek, als wir in Tansania unterwegs waren, um die wilden Tiere Afrikas zu fotografieren. Einmal die Serengeti und den Ngorongoro Krater, beides Wirkungsstätten des Direktors des Frankfuter Zoos, mit eigenen Augen zu sehen, das war die Verwirklichung eines Kindheitstraums.

Wenn man am Kilimanjaro Airport aus dem Flugzeug steigt, dann fühlt man sich sofort wie in einer anderen Welt. Bereits auf der Fahrt vom Flughafen nach Arusha wird einem die Weite der ostafrikanischen Savanne bewusst. Aber die Serengeti ist nochmal eine Steigerung. Wie es unser Guide schaffte, hier ganz ohne Karte oder GPS zu navigieren und die Camps zu finden, ist mir nach wie vor ein Rätsel.

Überhaupt, unser Guide Mohamed. Nicht nur, dass er uns problemlos überall hin gebracht hat, er kannte sich auch bestens mit der Tierwelt aus. Und er war auch sonst recht belesen. Trotzdem war ich der Meinung, ihm von Professor Grzimek erzählen zu müssen. Wer er war, warum er in Deutschland so bekannt war usw. Er grinste nur und sagte, er würde uns mal etwas zeigen…

Wir ahnten nichts Böses. Nach einer gefühlt stundenlagen Fahrt hoch zum Rand des Ngorongoro Kraters standen wir plötzlich vor einer Steinpyramide mit zwei eingelassenen Grabplatten. Das Grabmal von Bernhard Grzimek und seinem Sohn Michael, der 1959 bei einem Flugzeugabsturz in der Serengeti ums Leben gekommen war.

Ups… Das hatten wir nicht gewussst. Es stellte sich heraus, das die Grzimeks in Tansania nach wie vor sehr bekannt und beliebt  sind. Was man auch an den frischen Blumen sehen konnte.

Mangelnde Reisevorbereitung unsererseits…

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